Repräsentativer aber nicht vollständiger
Überblick
über Uher Tonbandgeräte
Serie Report
Report
4000-S, Monogerät mit Gleichstrommotor.
Recht alte Report, eine der ersten, selten!
Baujahr ca. 1963, die Leiterplatte ist mit Germaniumtransistoren
bestückt. Der Tastensatz ist aus hellem Kunststoff.
Nach Gebrauch den Hebel für die Geschwindigkeitsumschaltung immer in die obere Ruhestellung bringen! Dieser Hebel ist auch gleichzeitig der Ausschalter in Batteriebetrieb und Netzbetrieb. Niemals nur den Netzstecker vom Netzteil ziehen und den Hebel eingerastet lassen, weil sich sonst Dellen im Gummi des Rades Capstan bilden.
Mehr Bilder und Infos, auch Elektronik und Antrieb.
Aufschlüsselung
der
Typennummern:
4000 Monogerät Halbspur
4200 Stereogerät Halbspur
4400 Stereogerät Viertelspur
Die
4000 Report-L wurde etwa ab 1964 gebaut.
Sie hat schon ein Bandzählwerk.
Die Tasten sind im Gegensatz zur Report-S aus Aluminium.
Beschreibung aller Reports:
Das Chassis besteht aus einem stabilen Aluminiumguss.
Die Mechanik wird durch einen sehr langlebigen geregelten
Drehstrommotor angetrieben, Ausnahme Report S. Bei allen Geräten kann
man die
Bandgeschwindigkeiten 2,4 4,75 9,5 und 19 cm/sec einstellen.
Stromversorgung 6/7,5 Volt über Batterien, Akku oder Netzteil 220 Volt,
welches in das Batteriefach gesteckt wird. Mit Adapter kann man die
Reports auch über 12 Volt Zigarettenanzünder betreiben.
Alle Reports sind voll transistorisiert und haben einen eingebauten
Lautsprecher. Es sind Anschlüsse für Mikrofon, Radio, Plattenspieler
und externe Lautsprecher vorhanden. Zusätzlich gibt es einen Anschluß
für eine einfache Fernbedienung. Damit kann man das Gerät, z.B. mit
einem Fußschalter oder Extraschalter am Mikro, aus Aufnahme oder
Wiedergabe heraus auf Pause schalten. Nutzt man die Report als
Diktiergerät, kann man bei einfacher Sprache mit 2,4 cm/sec 4 Stunden
pro Seite aufzeichnen.
Hier ist eine 4400
Report Stereo IC zu sehen, 1/4spur stereo,
natürlich auch durch Umschalten als Monogerät für 4 Spuren verwendbar.
Mit einem Band DP 26 kann man bei niedrigster Geschwindigkeit 16
Stunden aufzeichnen.
Das Gerät ist fast baugleich mit der 4400 Report Stereo.
Der Verstärker für die Lautsprecher wurde mit einem Integrierten
Schaltkreis realisiert, damals absolutes
Novum.
Auch die Geschwindigkeitsumschaltung ist etwas anders, der Hebel hat
keine
Ruhestellung mehr.
Report Monitor
Die Report Monitor ist sehr gut an
den runden weißen
Instrumenten zu erkennen. Die Mechanik ist fast identisch mit der der
Vorgängermodelle.
Dies ist eine 4400 Report Monitor neueren Datums.
Nur neuere
Modelle haben eine Haube komplett aus Kunststoff. Die älteren
Hauben sind teils Metall, teils Kunststoff. Nur die neueren Modelle
haben über den Tasten eine Abdeckplatte, die mit einem
Schieber arretiert wird. Bei den älteren Modellen aus den 80'ern ist
die Abdeckplatte mit zwei Schrauben befestigt.
Die ersten Report Monitor gab es ab 1979, 4000, 4200 und 4400.
Die Geschwindigkeit wird im Gegensatz zu
den Vorgängermodellen mit
einem Drehknopf eingestellt.
Die
eigentliche Neuerung ist die Bestückung mit getrennten Köpfen für
Aufnahme und Wiedergabe. Dies ergibt wesentlich bessere Aufnahmen und
man kann die Aufnahme vom Band direkt mithöhren, Monitorbetrieb. Daher
auch die Bezeichnung Report Monitor. Beide Aussteuerungsanzeigen sind
beleuchtbar. In der rechten Anzeige ist eine Spannungsanzeige
integriert, um die Batteriespannung zu überprüfen. Neu ist der
zusätzliche Master-Regler, zweiter Knopf von links.
Die
Elektronik wurde komplett
überarbeitet, da ja getrennte Verstärker für Aufnahme und Wiedergabe
nötig wurden. Die Umschaltung für Aufnahme und Wiedergabe erfolgt voll
elektronisch. Bei den Vorgängermodellen wurden dafür lange
Schalter, sogenannte
AW-Schieber verwendet. Die Verstärker sind deutlich rauschärmer
geworden.
Dies
ist eine 4200 Report Monitor, 1/2spur stereo.
Sie ist etwas
älter
als die 4400 Report Monitor im oberen Bild. Dies erkennt man an der
Haube, die noch teilweise aus Metall ist und an der mit zwei Schrauben
befestigten Abdeckplatte über den Tasten. Ansonsten sind aber
Mechanik und Elektronik baugleich.
Die Baureihe Report Monitor ist seit etwa 1980 im Handel. Man kann sie noch heute im ausgesuchten Fachhandel kaufen, Preis ca. 2000 Euro. Ein deutscher Büromaschinenhersteller hat damals die Firma Uher aus München aufgekauft und die Produktion weniger Modelle weitergeführt.
Stand 2007:
Frisch produzierte Geräte sollten nicht mehr verfügbar sein. 2006/2007 wurden offensichtlich die letzten Reports über ein sehr bekanntes Internetauktionshaus verkauft. Der Preis war je nach Gerätetyp in der Gegend um 500 Euro. Neupreis Ende der 90er war etwa 2800 DM.
Diese
4000 Report Monitor
aus den 80ern ist ein
Monogerät halbspur. Man
sieht links das Netzteil und
rechts das Ladekabel für
Akkubetrieb. Die älteren
Modelle wie diese haben alle
ein helles graues Gehäuse, die
neueren dagegen haben ein
dunkles Gehäuse.
Hier sieht man das
Innenleben einer Report Monitor.
Gut zu erkennen sind der Motor und das Schwungrad der Capstanwelle.
Diese Report ist mit einem Akku bestückt, Laufzeit bei vollem Akku ca.
10 Stunden.
6000
Report Universal
Das Gehäuse
ist annähernd gleich
geblieben, Mechanik und Elektronik
wurden
aber komplett überarbeitet.
Der Antrieb wird mit einem 3 Motoren-Laufwerk realisiert plus einem
Servomotor, der die Andruckrolle einschwenkt. Ein Motor
treibt die Capstanwelle an. Die anderen beiden Motoren sitzen direkt an
den Wickeltellern. Auch die 6000er hat 4
Bandgeschwindigkeiten,
allerdings 1,2 bis 9,5 cm/sec.
Beim Tastensatz ist eine Taste hinzugekommen, eine recht nützliche
Funktion. Hält man die dritte Taste von rechts gedrückt, wird
zurückgespult. Beim Loslassen geht die 6000 sofort in den
Wiedergabemodus. Der Tastensatz besteht aus elektronischen Tipptasten.
Die Ablaufsteuerung ist digital, jedoch ohne Mikroprozessor. Sämtliche
Tastenfunktionen können von außen mit einer Fernsteuerung bedient
werden.
Der oben abgebildete Kopfträger ist auch in der 6000. Bei der
Elektronik ist einiges hinzugekommen, z.B. die ALC (Automatic Level
Control). Sie ist sehr nützlich bei Mikrophonaufnahmen. Der
Aufnahmepegel wird automatisch geregelt.
Sie verfügt auch über ein Rauschunterdrückungssystem, DNR (Dynamic
Noise Reduction).
Die Maschine wird leider nicht mehr gebaut, obwohl sie die letzte
Entwicklung in der Report-Serie ist.
Einige Tips zu den
Reportgeräten:
Verwenden Sie nur
sinnvolles Bandmaterial! Ich habe
die
Erfahrung gemacht, daß das DP26 professional von BASF bei allen
Reportgeräten sehr gute Werte liefert. Damit kann man eine Report
Monitor auf 20 kHz schon bei 9,5 cm/sec einmessen. Dickeres
Bandmaterial, wie z.B. LPR 35 oder gar Studioband mit 50 µm ist für die
Reportgeräte eher ungeeignet. Dickes Band schmiegt sich nicht mehr
ausreichend an die Köpfe an. Der Band/Kopf-Kontakt ist dann
unzureichend. Die Folgen sind hörbare Aussetzer, besonders dann, wenn
die Köpfe verschmutzt sind. Sie sollten häufig Bandführung,
Andruckrolle und Köpfe reinigen, besonders bei Benutzung alten
Bandmaterials.
Leider ist es schwierig, Originalersatzteile für Uher Tonbandgeräte zu
besorgen. Ich habe schon mehrfach von einer Fachwerkstatt in der Nähe
von Hannover
Ersatzteile für meine Bandgeräte erhalten.
Meisterbetrieb Hilmar Krüger
Lindenalle 21
31535 Neustadt a. Rbge.
www.uher-reparatur.com
Die Firma macht einen recht kompetenten Eindruck und
verkauft Uher
Originalteile. Herr Krüger hat mir schon mehrfach telefonisch bei
technischen Problemen geholfen.
Zu den nächsten Tonbandgeräten
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